Nørdic Living

Badezimmer Makeover – vom alten Look, zur Wellnessoase

Hej!

Es sind mittlerweile schon über 5 Monate vergangen, als wir uns das Projekt „Erste gemeinsame Wohnung“ in den Kopf gesetzt hatten – damals mitten in unserem Camper Urlaub.

Wir hatten tausend verschiedene Ideen im Kopf, aber zwischen all diesen war uns sofort klar, dass unser Badezimmer ein freistehendes Waschbecken besitzen soll! Wir lieben beide diesen Look und wollten uns als Ziel setzen, dass unser Schlafzimmer und Badezimmer die zwei ersten Räume sein werden, die wir renovieren wollen.

Gesagt, getan!


In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir die Umgestaltung unseres Badezimmers angegangen sind und welche Materialien bzw. Produkte wir verwendet haben.
Für alles gilt: wir leben in einer Mietwohnung und nicht jeder Mieter erlaubt jede Veränderung. Daher sprich es bitte ab, was und wie du etwas verändern darfst. Grundsätzlich ist unser Makeover jedoch so ausgelegt, dass wir im Falle eines Auszuges, alles wieder schnell und einfach in seinen Ursprung bringen können:

1. Die Wände und Fliesen

Vernachlässigt man das regelmäßige Putzen, so können die Fliesen im Badezimmer schnell vergilben und die Fugen verdrecken. Kalk, Shampoo und Staub tun dann ihr Übriges…

Auch unsere Fugen sahen stellenweise nicht mehr schön aus, doch alles komplett neu zu machen, schien für uns einfach zu viel Aufwand, zumal wir nur in einer Mietwohnung leben.
Nach einiger Recherche, bin ich auf so genannte „Fugenstifte“ gestoßen: es ist wie malen nach Zahlen! Die Farbe des Stifts ist wasserbeständig und sehr deckend – damit habe ich jede Fuge auf der Badewannenseite nachgemalt und das Vorher-Nachher-Ergebnis war beeindruckend:

Diese Produkte haben wir genutzt:

Fugenstift


2. Der Boden

Unser Altbau-Badezimmer besitzt leider keinen schönen Boden, stattdessen begegnen uns weiße und kalte Fließen. Wir sind daher schnell auf die Idee gekommen, einen neuen Boden einbauen zu wollen, wobei das Wort „einbauen“ schon fast du aufwändig klingt!

Nach ein bisschen Recherchearbeit sind wir auf „Klick-Vinyl“ gestoßen – wie der Name schon vermutet lässt, handelt es sich um Vinyl, welches sich mit einem einfachen Klick-System aneinander stecken und verlegen lässt. Vinyl hat dabei die Vorteile, dass es viel weicher und wärmer an den Füßen ist, als Fliesen. Zudem konnten wir es direkt über die Fliesen verlegen, ohne diese herausnehmen zu müssen. Sollten wir also mal ausziehen müssen, so können wir das Vinyl ganz einfach wieder zusammenlegen und die alten Fliesen kommen zum Vorschein.

Für unser Vinyl haben wir uns für eine dunkle Fliesenoptik entschieden. Dazu haben wir die Quadratmeter unseres Badezimmers ermittelt und die Anzahl an Vinylplatten gekauft.

Tipp:
Besonders Fliesen mit Fugen neigen dazu, sich irgendwann von unten durch das Vinyl durchzudrücken, sodass dein neuer Boden eventuell sichtbare Linien bekommt. Daher ist es wichtig, eine Trittschalldämmung zu nutzen!

Die Trittschalldämmung haben wir zusammen mit dem Vinyl, Acryl und passenden Leisten geholt, denn am Ende solltest du deinen Boden an allen Ecken und Kanten gut abdichten, sollte einmal Wasser darüber laufen.

Diese Produkte haben wir genutzt:

Klick-Vinyl
Trittschalldämmung
Leisten


3. Die Badezimmermöbel

Unser Badezimmer sollte zur frischen Farbe und dem neuen Boden auch die passende Einrichtung bekommen – schlicht und dezent sollte es werden und am besten auch kostengünstig.

Wir sind schnell auf die Ikea „Enhet“ Serie gestoßen und haben uns für den Hochranke und Unterschrank entschieden. Passend zu unserem Fußboden sind wir auch bei einer Waschtischplatte fündig geworden.

Um es ein wenig individueller zu gestalten, haben wir uns zusätzlich um andere Möbelfüße gekümmert. Den schwarz-weiß-look haben wir dann mit einem dezenten Spiegelschrank vervollständigt. Zugegeben, ich bin kein Fan von Spiegelschränken! Aber so ein Schrank hat seine Vorteile in einem kleinen Badezimmer und bietet einfach viel Stauraum. Bei unserem Modell habe ich auf einen modernen Look gesetzt, der nicht, wie üblich aussieht.

Diese Produkte haben wir genutzt:

Spiegelschrank
Hochschrank
Waschbeckenunterschrank
Waschtischplatte
Möbelfüße


4. Das Highlight – Unser Waschbecken

Unsere ganze Badezimmerplanung war auf ein einziges Produkt ausgelegt: unser freistehendes Waschbecken!

Doch, wir haben uns nicht in irgendein Waschbecken verliebt… unser Modell wurde in Finnland hergestellt und hat einen ganz besonderen Look, denn es besteht komplett aus recycelten Holz- und Sägespänen!

Doch dieses Waschbecken hat uns einige Nerven gekostet, denn die Montage benötigt einige Kenntnisse. Damit es dir auch gelingt, gebe ich dir hier ein paar Tipps auf den Weg:

Wenn du ein normales Waschbecken hast, welches an der Wand montiert ist, kannst du es recht simpel abtrennen. Zuerst wird das Wasser abgestellt – niemals vergessen! Als nächstes werden Rohre und Schrauben gelöst. Wir mussten noch das Acryl von der Wand lösen und schon war unser altes Waschbecken weg. Für eine genaue Anleitung hat uns diese Seite besonders geholfen: Anleitung

Nachdem das alte Waschbecken weg war, kümmerten wir uns um das Neue. Für dieses mussten wir eine passende Aussparung in unsere Waschtischplatte bringen. Die Löcher haben wir einen Tischler machen lassen, da wir nicht das passende Werkzeug besitzen.

Nun wird die Platte an den Unterschrank befestigt. Das Waschbecken wird auf die Platte gesetzt und durch zwei Löcher von unten verschraubt. Außerdem wird eine Silikonkante gezogen, damit kein Wasser in die Löcher fließen kann.
Das anbringen an die Wasserleitung war recht simpel. Dafür haben wir uns einen flexiblen Schlauch geholt. Bei diesen Schritten hilft dir aber die Anleitung oben sehr gut.

Diese Produkte haben wir genutzt:

Waschbecken von Woodio
Ablaufgarnitur
Siphon


5. Deko, Armaturen und Duschkabine

Zuallerletzt sind es die kleinen Dinge, die dein Badezimmer zu einem gelungen Makeover verhelfen.

Wir haben uns für schwarze Armaturen entschieden und diese für Waschbecken und Badewanne gewählt. Weil wir kein Fan von Duschvorhängen sind, haben wir eine flexible Duschwand bestellt – diese wird nur an den Fliesen angebracht.

Auch unser WC hat einen neuen Look erhalten: ein WC Deckel im Holzlook, sowie eine schwarze WC Drückergarnitur, welche ich allerdings einfach mit schwarzem Eddingspray besprüht habe. Diese Art von Upcycling hat übrigens wunderbar funktioniert! Wenn du also nicht alles neu kaufen möchtest und ein paar Dinge so verändern kannst, ist so ein Spray wirklich klasse!

Diese Produkte haben wir genutzt:

Mischbatterie Waschbecken
Mischbatterie Badewanne (nicht unsere, aber eine Ähnliche)
WC Sitz
Eddingspray
Duschwand

Für das gesamte Umstyling haben wir ca. 2 Monate gebraucht – für jedes Projekt gilt allerdings: lass dir Zeit, wenn du sie brauchst. Nicht alles funktioniert auf Anhieb und sofort, es kommen immer Dinge und Probleme, die man nicht vorhersehen kann. Auch wir mussten das mit diesem Umstyling lernen, jedoch haben sich die Mühe und Arbeit für uns gelohnt: unser Traum-Badezimmer ist fertig!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.